Wie wir das geprüft haben

Die Methode ist bewusst eng. Alles, was unten über Flatastic steht, haben wir am 21. September 2026 in der Flatastic-Seite im deutschen App Store und in der zugehörigen Google-Play-Seite gelesen. Herausgeber ist die Flatastic GmbH. Jeder Preis auf dieser Seite stammt aus dem deutschen Storefront, für Flatastic und für Bunkly gleichermaßen, damit beide Apps auf demselben Markt verglichen werden. In einem anderen Land können Währung und Steuer andere Zahlen ergeben.

Wir haben Flatastic nicht installiert, und wir tun auch nicht so. Das heißt: Wir beschreiben, was in den Store-Einträgen steht, nicht wie sich die App nach einem Monat Alltag anfühlt.

Vier Dinge konnten wir nicht überprüfen, und deshalb stehen sie nirgends in diesem Text als Tatsache: wie viele Personen ein Flatastic-Tarif abdeckt, ob es einen kostenlosen Testzeitraum gibt, wann die App erschienen ist und wo das Unternehmen sitzt. Auch einzelne Nutzerbewertungen haben wir nicht geprüft, also zitieren wir keine.

Flatastic in Zahlen

Die Zahlen sprechen für die App, und daran ändert der Rest dieses Textes nichts. Im deutschen App Store steht Flatastic bei 4,6 von 5 aus 5.496 Bewertungen. Bei Google Play werden eine 4,7 und mehr als 500.000 Downloads angezeigt. Das ist ein Produkt mit echtem Publikum und kein Eintrag, der in einer Kategorieliste verstaubt.

Der Download ist kostenlos. Im deutschen Store listet die App vier In-App-Käufe nach demselben Muster: „Premium für dich“ zu 1,99 € im Monat und 17,99 € im Jahr, „Premium für alle“ zu 4,99 € im Monat und 31,99 € im Jahr. Ein weiteres Jahresabo „Premium für alle“ ist mit 44,99 € gelistet, ohne dass der Eintrag erklärt, worin der Unterschied zu den 31,99 € besteht. Einen Einmalkauf gibt es nicht. Wer Flatastic Premium nutzt, zahlt, solange er es nutzt.

Die kostenlose Version enthält Werbung. Das steht sowohl in den Angaben im App Store als auch bei Google Play, und Premium entfernt sie. Das ist keine Unterstellung von uns, sondern steht so in beiden Store-Einträgen.

Beim Umfang geht Flatastic über den Putzplan hinaus. Die Store-Beschreibung nennt vier Bausteine: Putzplan, gemeinsame Einkaufsliste, Ausgaben und Rechnungen sowie ein Pinboard. Wer Putzen, Einkaufen und Abrechnen in einer einzigen App erledigen will, findet das bei Flatastic und nicht bei Bunkly. Als Oberflächensprachen gibt der App Store Deutsch und Englisch an.

Der deutsche Store ist Flatastics Heimspiel

Eine Zahl wird in Vergleichen fast immer übersehen, und sie ist für euch die wichtigste auf dieser Seite. Dieselbe App zeigt im US-Store 4,7 aus 288 Bewertungen, im deutschen Store dagegen 4,6 aus 5.496. Der deutsche Bewertungsbestand ist rund neunzehnmal größer als der amerikanische.

Das ist kein Kritikpunkt, sondern ein handfester Vorteil. Die Note 4,6 stammt sehr wahrscheinlich aus Haushalten, die so leben wie eure: deutsche WG, deutsche Nebenkostenabrechnung, deutsche Mitbewohnerinnen und Mitbewohner. Eine gute Note aus 288 amerikanischen Bewertungen sagt über eine Berliner Vierer-WG wenig, eine 4,6 aus 5.496 deutschen Bewertungen sagt viel.

Daraus folgt die Regel für diesen Text: Wer eine App im US-Store misst und die Konkurrenz im deutschen, vergleicht nicht zwei Apps, sondern zwei Märkte.

5.496 deutsche Bewertungen gegen 288 amerikanische: Flatastic ist hier zu Hause, und das zählt.

Was drei Jahre kosten

Preise lassen sich schwer pro Monat beurteilen und leicht über die Laufzeit einer Gewohnheit. Ein Putzplan läuft drei Jahre später noch oder eben nicht. Deshalb hier die vier realistischen Wege, gerechnet mit den Preisen von oben.

Kosten über drei Jahre im deutschen App Store Über drei Jahre kostet das Flatastic-Jahresabo Premium für dich 53,97 Euro, der Bunkly-Einmalkauf 59,99 Euro, das Bunkly-Jahresabo 74,97 Euro und das Flatastic-Jahresabo Premium für alle 95,97 Euro. Flatastic, für dich Bunkly, Einmalkauf Bunkly, Jahresabo Flatastic, für alle 53,97 € 59,99 € 74,97 € 95,97 €
Kosten über drei Jahre, Preise aus dem deutschen App Store vom 21. September 2026. Die Flatastic-Balken sind Jahresabos. Blau ist Flatastic, Bernstein ist Bunkly.

Aus der Grafik lassen sich drei Dinge ablesen, und nur eines davon spricht für uns.

Der günstigste Balken gehört Flatastic. Wer allein wohnt und ein Jahresabo nimmt, zahlt bei Flatastic über drei Jahre 53,97 € und bei Bunkly 74,97 €. Die Lücke von 21 € ist keine Kleinigkeit, und wir werden sie nicht schönreden.

Der teuerste Balken gehört ebenfalls Flatastic. Sobald der ganze Haushalt Premium haben soll, kostet „Premium für alle“ über drei Jahre 95,97 €, während das Bunkly-Jahresabo bei 74,97 € für bis zu sechs Personen liegt. Die Richtung des Preisvorteils hängt also nicht an der App, sondern an der Frage, für wie viele Leute ihr zahlt.

Der zweitkürzeste Balken ist der einzige, der irgendwann aufhört. Der Bunkly-Einmalkauf zu 59,99 € liegt über drei Jahre nur knapp über dem günstigsten Flatastic-Abo, und danach steht er still. Bei einem Abo läuft der Balken weiter, Jahr für Jahr. Die eigentliche Preisfrage lautet deshalb nicht, welche App billiger ist, sondern ob ihr überhaupt ein Abo wollt. Flatastic bietet keinen Ausstieg daraus an.

Was wir bewusst nicht gebaut haben

Hier trennen sich die beiden Apps wirklich. Es geht auf drei Entscheidungen zurück, die in den Designnotizen des Projekts stehen.

Keine Punkte, keine Abzeichen, keine Rangliste

Bunkly hat kein Punktesystem, keine Abzeichen, keine Haushaltsrangliste und kein Maskottchen. Das ist eine Entscheidung und kein Versäumnis, und sie steht als Regel in unseren Designnotizen.

Die Begründung ist kurz. Eine Belohnung, die nicht erneuert wird, hört auf zu wirken, und die Hausarbeit, die sie gestützt hat, kommt zurück. In einem gemeinsamen Haushalt ist der Schaden größer als ein bloßer Rückfall, denn die Person, die zuerst aufhört mitzuspielen, sieht aus wie die, der es egal ist. Genau diesen Vorwurf soll eine App nicht erzeugen. Das ist ein Argument, kein Beweis. Viele Haushalte sehen das anders, und für die ist eine App mit Punkten die bessere Wahl. Wer stattdessen ohne Spielmechanik auskommen will, findet in unseren fünf Regeln für die WG den Ansatz, den Bunkly technisch abbildet.

Die Wiederholung hängt am Tag der Erledigung

Die meisten Haushalts-Apps hängen eine Aufgabe an einen festen Wochentag. Bad putzen am Samstag. Wer einen Samstag verpasst, ist sofort überfällig, wer zwei verpasst, öffnet eine rote Liste und schließt sie wieder.

Bunkly berechnet die nächste Fälligkeit aus dem Tag, an dem die Aufgabe tatsächlich erledigt wurde, nicht aus dem Kalender. Wer das Bad am Montag statt am Samstag putzt, dessen nächster Termin zählt ab Montag. Ein Ausrutscher bleibt ein Ausrutscher. Es entsteht keine Lawine überfälliger Aufgaben, und niemand wird für dieselbe Verspätung zweimal bestraft.

Eine Liste, die nach einer schlechten Woche rot ist, ist eine Liste, die niemand mehr öffnet.

Ein Haken lässt sich zurücknehmen, ohne den Plan zu zerlegen

Kleinigkeit, gleiche Logik. Wer eine Aufgabe versehentlich abhakt und das rückgängig macht, bekommt von Bunkly den nächsten Termin neu berechnet, und zwar aus der vorherigen echten Erledigung statt aus dem Fehlgriff. Der Plan steht danach wieder da, wo er vorher stand.

Eine ehrliche Grenze dazu, die wir beim Bau notiert haben: War der Termin vorher von Hand verschoben worden, stellt das Rückgängigmachen das berechnete Datum wieder her und nicht das manuelle. Dieser Fall ist selten, und wir haben uns entschieden, dafür nicht die Veröffentlichung zu verzögern.

Flatastic und Bunkly nebeneinander

In der Tabelle steht nur, was sich auf beiden Seiten belegen lässt. Wo wir eine Angabe nicht prüfen konnten, steht „nicht geprüft“ und keine Schätzung.

Stand 21.09.2026, deutscher StoreFlatasticBunkly
Bewertung im App Store DE4,6 aus 5.496 Bewertungenkeine Bewertung, seit 3. September 2026 im Store
Google Play4,7 angezeigt, über 500.000 Downloadskeine Bewertung
Werbung im kostenlosen Tarifja, Premium entfernt siekeine, in keinem Tarif
Monatsabo1,99 € („Premium für dich“), 4,99 € („Premium für alle“)4,99 €, deckt bis zu 6 Personen
Jahresabo17,99 € („Premium für dich“), 31,99 € („Premium für alle“), ein weiteres „Premium für alle“ zu 44,99 € gelistet24,99 €, deckt bis zu 6 Personen
Einmalkaufnicht angeboten59,99 €
Kostenloser Testnicht geprüft7 Tage auf beide Abos
Personen pro Tarifnicht geprüftkostenlos 1 Person, mit Pro bis zu 6
Grenzen des kostenlosen Tarifsnicht geprüft15 Aufgaben, 3 Zonen, je 5 Einträge in Wartung und Garten
Sprachen der OberflächeDeutsch und EnglischDeutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch, Polnisch
Umfang laut Store-BeschreibungPutzplan, Einkaufsliste, Ausgaben und Rechnungen, PinboardAufgaben, Zonen, Wartung, Garten

Zwei Stellen der Tabelle verdienen einen Kommentar statt einer Zahl. Die Abo-Zeilen lesen sich je nach Haushaltsgröße gegensätzlich, und beide Lesarten sind richtig. Die Zeile zum Umfang zeigt den größten inhaltlichen Unterschied: Flatastic deckt Einkaufsliste und Abrechnung ab, Bunkly nicht.

Was Bunkly nicht hat

Bunkly ist knapp drei Wochen alt. In keinem der beiden Stores steht eine einzige Bewertung. Es gibt keine Rezensionen, keine Update-Historie, an der ihr ablesen könntet, wie schnell wir Fehler beheben, und keine Community, in der eure Frage schon jemand gestellt hat. Alles, was ihr über die App lesen könnt, haben wir selbst geschrieben, diese Seite eingeschlossen. Flatastic hat 5.496 Bewertungen, und bei einer App, die den Alltag von vier Leuten organisiert, ist das kein Detail, sondern ein Argument.

Beim Umfang fehlt ebenfalls einiges. Es gibt keine Web-Version, keinen Kalender, keine Einkaufsliste, keine Essensplanung und keine geteilten Ausgaben. Ein Haushalt endet bei sechs Mitgliedern. Was tatsächlich drin ist, steht auf der Seite Funktionen, die Tarife auf der Seite Preise.

Was Bunkly dafür einlöst, gilt ab dem ersten Tag: keine Werbung in keinem Tarif, kein Tracking in der App und keine Nutzerfotos auf unseren Servern, weil sich keine hochladen lassen. Der kostenlose Tarif ist klar abgesteckt: ein Haushalt für eine Person, 15 Aufgaben, 3 Zonen, je 5 Einträge in Wartung und Garten, helles und dunkles Design. Bunkly Pro hebt diese Grenzen auf, deckt bis zu sechs Mitglieder ab, verteilt wiederkehrende Aufgaben automatisch zwischen ihnen und schaltet Statistik und Historie vollständig frei. Die App arbeitet offline und synchronisiert, sobald wieder Netz da ist.

Wer bei Flatastic bleiben sollte, wer wechseln kann

Bleibt bei Flatastic, wenn ihr Putzplan, Einkaufsliste und geteilte Ausgaben in einer einzigen App braucht. Das ist der häufigste Fall in einer Vierer-WG, und Bunkly ersetzt ihn nicht. Bleibt auch dort, wenn ihr allein wohnt und jedes Jahr 7 € sparen wollt, denn dann ist Flatastic schlicht die günstigere App. Und bleibt dort, wenn ihr eine Anwendung wollt, die im deutschen Store 5.496 Bewertungen gesammelt hat, statt einer, die seit drei Wochen im Regal steht. Das sind gute Gründe, und wir argumentieren gegen keinen davon.

Testet Bunkly, wenn die Werbung im kostenlosen Tarif der Grund für eure Suche ist. Testet es, wenn im Haushalt nicht alle Deutsch oder Englisch sprechen, denn Flatastic gibt im App Store zwei Sprachen an und Bunkly sechs. Testet es, wenn eine Person für bis zu sechs Mitglieder zahlen soll, weil 24,99 € im Jahr dann unter den 31,99 € von „Premium für alle“ liegen. Und testet es, wenn ihr irgendwann aufhören wollt zu zahlen, denn der Einmalkauf zu 59,99 € ist genau dafür da. Der Preis dieser Entscheidung ist eine App ohne Vorgeschichte, und das solltet ihr wissen, bevor ihr eure WG umzieht. Fangt mit dem kostenlosen Tarif an, ladet eure eigene Liste hinein, und entscheidet, bevor ihr etwas bezahlt.

Alle Angaben zu Flatastic auf dieser Seite haben wir am 21. September 2026 im deutschen App Store und bei Google Play gelesen. Preise, Noten und Funktionsumfang ändern sich. Öffnet die Store-Seite selbst, bevor ihr etwas entscheidet.